42 was?

Die Antwort auf eine Frage zu kennen, nicht jedoch, wie die Frage eigentlich lautet, kann ein Problem sein. Eine Problematik, die sich in den fünf Bänden der Anhalter-Saga von Douglas Adams immer wieder findet. Die Bücher sind schlicht Kult und finden auch nach Jahrzehnten bei allen Altersschichten großen Anklang. Sicherlich hört sich einiges in diesen Science-Fiction-Klassikern etwas veraltet an, das jedoch wird mit typisch englischem Humor locker wettgemacht.

Es sind Bücher, die einen unvergänglichen Stil besitzen, der sich weder modernistischen Strömungen anpasst, noch etwa schwülstig wirkt. Vielmehr sachlich und gespickt mit trockenem Humor der britischen Art. Eine gute Vorlage etwa für die Texte einer Abizeitung oder eines Abibuches. Wer also beispielsweise als Klassensprecher gerade mit der Erstellung der Erinnerung an die gerade beendete Schulzeit beschäftigt ist, findet bei Adams hinreichend Vorlagen, für alles andere bezüglich Abizeitung einfach hier weiterlesen.

Mit Marvin unterwegs

Douglas Adams „per Anhalter durch die Galaxis“ besitzt natürlich einen Helden, oder besser einen Antihelden. Der früher beim Radio arbeitende Arthur Dent, der in den fünf Büchern aus Raumschiffen geschmissen, Millionen Jahre in die Vergangenheit und Milliarden Jahre in die Zukunft geschickt wird. Dabei kommt es hin und wieder zu Dematerialisierungen sowie Teleportierungen und zufällig lernt er das Fliegen. Genauso zufällig und durchaus versehentlich rettet er ein paar Mal das Universum vor dem Untergang. Ähnlich verhält es sich mit Marvin, einer seiner Reisebegleiter und gleichzeitig manisch depressiver Roboter, der alles und im Besonderen jede lebende Spezies mit Verachtung straft.

Quelle: Stevepb/Pixabay.com

Quelle: Stevepb/Pixabay.com

Die ganze Geschichte beginnt an einem Donnerstag und sie beginnt damit, das Arthurs Haus für den Bau einer Umgehungsstraße abgerissen werden soll. Nur ein paar Stunden später wird die ganze Erde aus dem gleichen Grund abgerissen. Arthur bemerkte lakonisch dazu, dass er mit Donnerstagen schon immer Schwierigkeiten hatte. Übrig bleiben nur Arthur Dent und Trillian McMillan, die aber bereits ein paar Monate zuvor mit Zaphod Beeblebrox, Außerirdischer und ausgeflippter Präsident der Galaxis, in dessen Raumschiff das Weite suchte. Der eigentliche Grund für den Abriss der Erde war aber nicht der vorgebliche Bau einer Hyperumgehungsstraße, sondern der Umstand, das die Erde ein von Mäusen gebauter Supercomputer war, der die ultimative Frage zur Antwort 42 finden sollte.

Bücher mit Suchtfaktor

Douglas Adams, der im Jahr 2001 verstorben ist, schuf mit den Anhalter-Büchern eine eigene Welt und jeder, der die Bücher gelesen hat, wünscht sich eigentlich eine Fortsetzung, die aus bedauerlichen Gründen nicht kommen kann. Adams beherrschte einen unvergleichlichen Erzählstil, der sich unter anderem auch in frühen Werken der englischen Komikertruppe Monty Python findet, für die er hin und wieder Texte verfasste.

Über die letzte Verfilmung der Bücher kann der Leser durchaus geteilter Meinung sein, über die Bücher selbst kaum. Wer sich für englischen Humor und skurrile Sciences Fiction begeistern kann, ist bei Adams Anhalter-Büchern genau richtig.