Charlotte Link – Die Rosenzüchterin

Beatrice Shaye und Helene Feldmann verbindet eine geheimnisvolle, schicksalhafte Beziehung – sozusagen eine Hass-Liebe. „Helene Feldmann hat mir mein Leben gestohlen“, so schrieb es Beatrice einmal in einem Brief.

Im zweiten Weltkrieg, im Jahre 1940 wurde Beatrice als Kind von Helene Feldmann und ihrem Mann, Erich Feldmann, ein hoher deutscher Offizier, wie ein eigenes Kind aufgenommen.

Foto: A.Ruesche/ARKM

Foto: A.Ruesche/ARKM

Die schrecklichen Ereignisse lassen Beatrice nicht vergessen, wie es dazu gekommen ist. Als die deutschen Truppen die Kanalinseln besetzten und Guernsey samt Beatrice geliebtes Elternhaus „La Variouf“ in Besitz genommen hatten, verlor sie nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Kindheit. Ihre Eltern hatte sie, bei der Flucht, unter all den aufgeregten, schreienden Menschen aus den Augen verloren. Sie rannte zurück nach Hause, in ihr sicheres zu Hause, in dem ihr nichts geschehen konnte.

Erich nahm sie zwar wie sein eigenes Kind auf, gab ihr zu Essen und zu Trinken und doch war Beatrice nur seine Gefangene. Für seine Frau hatte er nichts als Verachtung übrig. Helene hängt sehr an Beatrice, sie vereinnahmt sie regelrecht – bis zu Helenes mysteriösem Tod am 1.Mai 2000, genau 55 Jahre nach Erichs Selbstmord.

Was geschah nur in dem alten Rosenzüchterhaus „Le Variouf“ ? Die inzwischen 70 jährige Beatrice bricht nach Jahren ihr Schweigen, als plötzlich die junge Lehrerin Franca Palmer in ihr Leben tritt.

Charlotte Link
Goldmann Verlag

ISBN 3-442-45283-X