Der Kampf um die Donauauen

Jahrzehntelang kämpften Umweltschützer für den Erhalt der Donauauen. In einem neuen Buch ziehen sie Bilanz – über die Erfolge, aber auch die Niederlagen ihres Einsatzes für Mensch und Natur.
Nur wenige Planungen erhitzen die Gemüter von Naturschützern, Anwohnern und Lokalpolitikern so sehr, wie die Kanalisierung von Flüssen. Zuerst trafen es Isar, Lech und Inn. Dann wurde an der unteren Altmühl für den Bau des Rhein-Main-Donau-Kanals Tabula rasa gemacht und schließlich die Donau bis Straubing gestaut. Nur noch wenige Kilometer frei fließende Donau, wie die berühmten Hainburger Auen bei Wien und der niederbayerische Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen, sind erhalten geblieben – dank engagierter Naturschützer(innen). In “Der Kampf um die Donauauen. Erfolge und Niederlagen der Naturschutzbewegung” (ET 07.05.) dokumentieren sie ihre jahrelangen Bemühungen und erhellen die politischen Hintergründe, die zur Zerstörung von über neunzig Prozent der Donauauen geführt haben.

Mit der Entscheidung des bayerischen Kabinetts zum Schutz der niederbayerischen Donauauen vor einer Kanalisierung ging Anfang 2013 eine der erbittertsten und längsten Kämpfe des Naturschutzes zu Ende. Ähnlich dramatische Auseinandersetzungen fanden auch in der Wachau und in der Weltenburger Enge statt, als dort die Donauauen – wie in allen restlichen Flußabschnitten in Bayern und Österreich – durch Stauwehre, Kraftwerke und Kanäle zerstört werden sollten. Wo der Widerstand zu schwach oder erfolglos war, gibt es die Donau als Fluss nicht mehr. Eine fast lückenlose Kette von Verbauungen zieht sich daher über den Großteil ihres Mittel- und Unterlaufes.
“Der Kampf um die Donauauen” dokumentiert die Geschichte der Auseinandersetzungen um die Donau und zeigt anhand zahlreicher Farbaufnahmen die einmalige landschaftliche Schönheit der letzten intakten Donauauen.

Bund Naturschutz in Bayern e.V., Gregor Louisoder Umweltstiftung, Claus Obermeier (Hrsg.), “Der Kampf um die Donauauen. Erfolge und Niederlagen der Naturschutzbewegung”. Mit Beiträgen von Bernd Lötsch, Bernd Louisoder, Richard Mergner, Claus Obermeier, Dieter Scherf, Hubert Weiger und Dieter Wieland. 112 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-728-0, 19,95 Euro / 20,60 (A). Auch als E-Book erhältlich.
Erhältlich ab 07. Mai 2015 im Buchhandel, unter www.oekom.de oder bei

Quellennachweis: oekom verlag GmbH