Seelenkuss mit Himbeereis

Der Nürnberger Drehbuchautor und Schriftsteller Stefan M. Fischer traut sich was! Er wagt nun mit »Seelenkuss mit Himbeereis« zum zweiten Mal den Vorstoß in ein Genre, in dem man nur Frauen als Autorinnen vermutet: Dem Liebesroman.
Nach seinem ersten Liebesroman »Traummänner und andere Hirngespinste«, den er zusammen mit der Autorin Annika Bühnemann schrieb, hat sich Stefan M. Fischer nun alleine aufgemacht, um die Sache mit den Liebesdingen an den Leser zu bringen.589528

Aber warum unter dem Pseudonym Anna Fischer?

Anna Fischer ist eine Hommage an seine verstorbene Mutter, die ihm als Label für seine Liebesromane dient. Denn sie war es schließlich, die ihm sogar am Krankenbett lehrte, als sie nur noch wenige Minuten zu leben hatte, das der Mensch in jeder Lebenslage glücklich werden kann, selbst wenn er nur noch im Stande ist, zu atmen.
Deshalb will er unter dem Namen »Anna Fischer«, »Romane mit Seele« schreiben und damit auch im Gedenken an die positive Kraft seiner Mutter anderen Menschen eine Stütze sein, und sie mit einer herzerwärmenden Mischung aus Humor, Dramatik und Romantik dazu bringen, Lebens- und Beziehungskrisen als Chance für etwas Neues zu betrachten.
Bewusst hat er dieses Pseudonym außerdem gewählt, um sich zu seiner Arbeit als Drehbuchautor abzugrenzen. Hier war er mit seinem Kurzfilm »Heil Emil«, einem Nazi-Drama, im Bayerischen Fernsehen und schreibt außerdem derzeit für einen romantischen TV-Film.
Und natürlich dient »Anna Fischer« auch als Trennung zu seinen früher erschienen Büchern, bei denen er u.a. die Genre Krimi-Komödie und Mystery-Thriller bediente.

Ganz unglaublich gut, mit einer gehörigen Portion Einfühlungsvermögen ist Stefan M. Fischer dieser zweite Band, den er als Anna Fischer schreibt, gelungen.

Himbeereis ist eine der Vorlieben, die die Protagonistin Sue mit Max teilt. Mit dem Max, den sie verlassen hat und den sie nie mehr im Leben zurück haben möchte. Doch das neu gewonnene Singledasein läuft keineswegs so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Kerle mit Hundeblick können nämlich lästiger sein als Straßenköter. Dabei zählt sie hier den Typen von der Hausverwaltung noch gar nicht dazu. Obwohl der in penetranter Weise nur ihr Bestes will. Ihr Geld natürlich. Zusammen mit ihrer Freundin betreibt Sue eine Werbeagentur, kreatives Chaos herrscht allerdings auch bei den Finanzen.
Eine aus der Not und delikaten Umständen geborene Geschäftsidee könnte die Rettung sein. Auf eine ganz eigenartige Weise steht ihr Verflossener plötzlich wieder auf der Matte, und der neue Auftraggeber scheint nicht nur an ihrem Können interessiert. Unglaubliches wird wahr und die Wahrheit scheint entrückt. Einfach unfassbar.

»Seelenkuss mit Himbeereis« bedient alle Klischees, die ein guter Liebesroman nun mal eben haben muss. Und doch hebt er sich wohltuend ab von der Masse. Mit einer gesunden Portion Selbstironie und Sprachwitz ausgestattet agieren die Protagonisten. Man fühlt sich sofort mitten im Geschehen. Kneift sich, wenn die Handlung eine komplett unerwartete Wendung nimmt. Lacht lauthals auf, wenn es so richtig menschelt und – wie es sich gehört – werden bei so manchen Lesern und Leserinnen beim Lesen auch ein paar Tränen kullern. Es lohnt sich, für Männer und Frauen, sich selbst davon zu überzeugen, dass das Genre keineswegs nur von weiblichen Autoren gut bedient werden kann. Dank »Anna Fischer« steht nun der Beweis.

Seit dem 27. Dezember ist das Buch im Eigenverlag als eBook für 2,99 € und als Taschenbuch für 9,90 € erhältlich.